Fundsachen


In dieser Rubrik finden Sie Bilder aus der Burgwaldregion, die Interessantes, Skurriles, Kurioses, Erstaunliches oder einfach nur Schönes zeigen, welches der aufmerksame Besucher hier entdecken kann.




Schlechtes Versteck!





Ordnung muss sein -

auch im Wald!  ;-)





Aufgespießt





Blühender Besenginster im Januar





Der idyllisch in der Nähe der Franzosenwiesen gelegene Wolfsturm ist noch ein Relikt aus der Zeit der großen landgräflichen Jagden. Unter einem jetzt verschwundenen Spitzdach warteten die Schützen an ihren Schießscharten auf das Wild, welches ihnen von Treibern direkt vor die Flinten getrieben wurde. Wie Karl Junk und Heiner Seitz in ihrem lesenswerten Büchlein "Steinmale im Burgwald" so schön schreiben, ist jedoch über die "Verluste bei den Treibern nichts bekannt."

 





Besonders gut in den Wintermonaten lassen sich an vielen Stellen im Burgwald tief in das Gelände eingegrabene Wege und Pfade, so genannte Hohlwege, finden.

Sie legen Zeugnis ab über die jahrhundertelange Nutzung und Besiedlung der Region durch den Menschen.

Als kulturhistorisch bedeutsame Bodendenkmale sollten sie geschont und für die Nachwelt erhalten  bleiben. 





Scherzkeks?


Schon häufiger konnten wir in den Naturschutzgebieten des Burgwaldes Pflanzen finden, die man nicht gerade zu den bodenständigen Gewächsen zählen würde.

Als Beispiel sei hier diese Schlauchpflanze gezeigt, eine fleischfressende Pflanze, die ursprünglich im Osten und Südosten der Vereinigten Staaten beheimatet ist. Bereits an zwei Stellen wurden diese Exoten gefunden, die hier an sumpfigen Standorten ganz offensichtlich gezielt angepflanzt wurden.

Warum sich manche Zeitgenossen die Mühe machen, unsere Flora mit solcherlei Gewächsen, die inzwischen selbst in den Garten-Abteilungen von Bau-Märkten erworben werden können, zu "ergänzen", entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht soll das ganze ein Jux sein, oder vielleicht meinen diese "Pflanzenliebhaber" sogar der Natur damit etwas Gutes zu tun?

In den meisten Fällen werden diese Pflanzen wohl den Winter im Burgwald nicht überstehen, andererseits gibt es im Bundesgebiet gerade von den Schlauchpflanzen einige "angesalbte" Vorkommen, die sich inzwischen zu stabilen Populationen entwickelt haben. Hier besteht dann allerdings die Gefahr, dass diese "Neubürger" den angestammten, einheimischen Arten auf lange Sicht die Nährstoffversorgung und andere Lebensgrundlagen streitig machen und sie somit schließlich verdrängen. Für unsere heimischen Sumpf- und Moor-Arten, die sowieso überall in unserem Land zu den bedrohten Arten zählen, wiegt diese Gefahr doppelt schwer!

Gerade im Burgwald konnten und können aber auch immer mal wieder seltene (potentiell) bodenständige Arten neu oder wieder entdeckt werden, die sich auf natürliche Weise angesiedelt haben, oder die bislang schlicht übersehen wurden. Die naturschutzfachliche Bedeutung solcher Neu- oder Wiederfunde wird durch das absichtliche Ausbringen von Pflanzen allerdings ganz entschieden geschmälert und entwertet, denn die Zweifel an der vom Menschen unbeeinflussten Herkunft werden verstärkt.

Dem Naturschutz im Burgwald fügen diese übereifrigen Hobbygärtner somit -unbeabsichtigt?- einen großen Schaden zu!  






Bunte Torfmooswelt

Wer im Spätherbst nach Farbe in der Natur sucht findet sie im Moor. 





Gewagte Frisur

Gemeiner Helmlings-Schimmel (Spinellus fusiger) auf kleinem Blätterpilz.





Silber und Gold





Kontrast (ND, fotografiert wie gesehen)




Wie kommt denn der Apfel an die Eiche?

Was auf den ersten Blick wie ein kleiner Apfel am Zweig einer jungen Eiche aussieht, stellt sich bei genauerer Betrachtung als komfortables Domizil von winzig kleinen Larven heraus.

Aus ihnen entwickeln sich im Sommer nur wenige Millimeter große Wespen - genauer handelt es sich um Eichen-Schwammgallwespen. Die Weibchen dieser kleinen Hautflügler legen bereits im Winter ihre Eier in die ruhenden Knospen von Eichen. Die Knospe wird dabei zu einer Wachstumsreaktion angeregt, es entsteht die für diese Art charakteristische "Galle", die durchaus 4-5 cm Durchmesser aufweisen kann. Innerhalb der Galle wachsen die Wespenlarven heran und ernähren sich dabei vom Gallgewebe. 






Männliche und weibliche Haselblüten

Nicht nur den alljährlich von Pollen geplagten Allergikern sind die langen, goldgelben männlichen Kätzchenblüten des Haselnuss-Strauches wohlbekannt. Bereits im Vorjahr angelegt, überwintern sie am Strauch und wirken wie ein Versprechen auf das neuerliche Erwachen der Natur im nächsten Frühjahr.

Lange vor dem Laubaustrieb erscheinen in den ersten warmen Tagen des Jahres auch die in kleinen Knospen geborgenen weiblichen Blüten. Diese sind trotz ihrer fädigen, roten Narben wegen ihrer geringen Größe allerdings sehr unscheinbar und leicht zu übersehen.





Fester Lerchensporn vor Frühlingssonne





Bächlein mit Herz oberhalb des Landgrafenborn

 

 

 


Herbstlich(t)

 

 

 


Sonnenkind

 

 

 


Auf Entdeckungsreise...

 

 

 


Lärchenblüten

 

 

 


"Gold-Tropfen"

 

 

 


"Eiszeit"

 


 

 

"Sternpilz"

 


 

 

Blatt-Schmuck

 

 


 

Unter den Schirm geschaut...

 

 


 

 Buchen-Wichtelmännchen

 


 

 

Kunstwerk

 

 



Eis abstrakt.

 


 

 

Gut behütet.

 


 

 

Umgepflügt!

  

 

 

 

Gefangen!

(Nach wenigen Augenblicken konnte der Mistkäfer sich mit eigener Kraft aus dieser misslichen Lage befreien.)

 

 


 

Treffen der Generationen.

(Hauhechel-Bläuling und Widderchen-Raupe)

 


 

 

Farnblätter

 


 

 

Alt und jung.

 


 

 

Mitkriechgelegenheit!

 


 

 


Haareis

Aufmerksame Burgwaldbesucher können im Winter mit etwas Glück ein recht seltenes Naturphänomen entdecken.

Was auf den ersten Blick wie Zuckerwatte manche abgebrochenen Äste oder umgestürzten Bäumchen an bestimmten Stellen bedeckt, halten die meisten Spaziergänger wohl zunächst für einen filigranen Baumpilz. Bei genauerer Betrachtung, bzw. nimmt man Teile dieser Gebilde in die Hand, erkennt man schnell, dass es sich tatsächlich um lange, dünne Eisnadeln handelt, die von der menschlichen Haut rasch zum Schmelzen gebracht werden. Wie weiße, feine Haarlocken scheinen sie direkt aus dem toten Holz zu wachsen, besonders dort, wo sich die Rinde bereits vom abgestorbenen Holz gelöst hat. Dieses Phänomen trägt denn auch den treffenden Namen Haareis, gelegentlich auch Eiswatte oder -wolle genannt. Es "wächst" nur unter ganz speziellen klimatischen Gegebenheiten (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) und sein Entstehen wird meist mit physikalischen Vorgängen im mit Wasser gesättigten Totholz erklärt. Teilweise wird aber auch diskutiert, ob nicht Totholz bewohnende Pilze an der Haareis-Bildung zumindest mit beteiligt sein könnten. Das könnte eine Erklärung dafür liefern, dass dieses Phänomen meist nur vereinzelt und nicht überall an toten Ästen auftritt und auch nur an Laubhölzern, vorwiegend an Buchenholz, zu finden ist.

Letztendlich scheint die Wissenschaft noch keine allumfassende Erklärung für die Entstehung des Haareises gefunden zu haben.