Heuschrecken

 

 

Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Das Grüne Heupferd gehört zu unseren größten Heuschrecken und ist weit verbreitet. Entgegen ihrem Image als "Pflanzenvernichter" besteht die Nahrung dieser Heuschreckenart in erster Linie aus anderen Insekten, wie Fliegen, Raupen oder Käferlarven. In Gärten oder auf landwirtschaftlichen Flächen dient das Grüne Heupferd also als biologischer Schädlingsbekämpfer!

Ein Grünes Heupferd häutet sich zum "fertigen" Insekt.

 

Mit seinem schwertartigen Legebohrer versenkt das Weibchen seine Eier tief im Erdreich.

 

Der "Gesang" der Männchen ist mehrere dutzend Meter weit hörbar.

 

 

 

Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata)

Die Gemeine Sichelschrecke gilt als sehr wärmeliebende Art. Noch Anfang der 70er Jahre lag die Nordgrenze ihres Verbreitungsgebietes etwa auf der Linie des Mains. Inzwischen hat sie ihr Areal deutlich in nordwestliche Richtung ausgebreitet.

 

 

 

Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima)

Das gezeigte Tier wurde von einem Parasitoiden befallen, erkennbar an den dunklen Punkten auf dem Hinterleib.

 

 

 

Kurzflügelige Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis)

 

Oberes Bild Weibchen, unteres Bild Männchen.

Gut getarnt sitzt dieses Weibchen einer Kurzflügeligen Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis) in der hohen Vegetation am Rand eines Teiches.

Die Art ist an feuchte bis nasse und gut besonnte Lebensräume, wie Überschwemmungsflächen, Uferbereiche und Verlandungszonen, Gräben und staunasse Bodensenken gebunden. Besiedelt werden Seggenriede, Röhrichte, Streuwiesen und Naßbrachen. Eine größere Bedeutung für eine dauerhafte Besiedlung kommt dabei der vorhandenen Vegetationsstruktur zu, die meist über einen Meter hoch sein muss. Häufige "Pflege" solcher Habitate durch Mahd führt hingegen zum Verschwinden dieser Heuschrecke.

Die Kurzflügelige Schwertschrecke wird in den Roten Liste Hessens (1995) als "gefährdete Art" eingestuft (3).

Das obige Foto zeigt wie eine Kurzflügelige Schwertschrecke von einer Hornisse angegriffen und überwältigt wird.

 

 


Kurzflügelige Beißschrecke (Metrioptera brachyptera)

Rote Liste Hessen: "gefährdet" (3)

 

 

 

Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii)

 

 

 

Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)




Säbeldornschrecke (Tetrix subulata)

 

 

 

Sumpfschrecke (Stethophyma grossum / grossus)

Wie ihr Name schon vermuten lässt, besiedelt die Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) ausschließlich Feuchtgebiete. Man findet sie bei uns auf Feucht- und Nasswiesen, entlang von Grabenrändern und im Uferbereich von Stillgewässern, allerdings meist nur in geringer Anzahl.

Die in ihrer Grundfärbung olivgrünen bis braunen Tiere erkennt man an dem gelben Streifen am Vorderrand der Flügel, an den roten Unterseiten der Hinterschenkel und den gelben, mit starken Dornen versehenen Hinterschienen. Ausgewachsene Weibchen können durchaus eine Körperlänge von 4 cm erreichen. 

Durch die Entwässerung ihrer Lebensräume und die Nutzungsintensivierung auch feuchten Grünlandes sind ihre Bestände bundesweit stark zurückgegangen. Diese Art gilt daher inzwischen als Indikator für intakte Feuchtgebiete. Die Rote Liste Hessens führt sie als "gefährdet" (3).

 

 

 

Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar)

 

Foto oben Weibchen, Foto unten Männchen

Die meisten Individuen einer Population besitzen reduzierte Flügel und sind demnach durch ihre Flugunfähigkeit nur wenig mobil. Daneben gibt es vereinzelt Tiere mit voll entwickelten Flügeln, wie das Männchen auf dem unteren Foto. Diese dienen der Ausbreitung der Art und besiedeln neue Areale.

Bei diesem Foto einer Kopula werden der Größen- und Farbunterschied zwischen den Geschlechtern deutlich.

Rote Listen Hessen: "gefährdet" (3)

 


 

Gefleckte Keulenschrecke (Myrmeleotettix maculatus)

 

Im Bild ein Männchen.

Rote Liste Hessen: Art der Vorwarnliste (V).

 

 


Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus)

 

Männchen

 

 

 

Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus)

Der Gemeine Grashüpfer ist eine weit verbreitete und, bezogen auf seinen Lebensraum, recht anspruchslose Art. Die Färbung ist sehr variabel, so dass auch solch hübsch gezeichnete Tiere wie das oben gezeigte Weibchen vorkommen können. Foto unten: Kopula

 

 

Dank für Bestimmungshilfe an: Axel Hochkirch, Martin Miethke (www.entomologie.de)

 

 


powered by cmsimple.dk - template by cmsimple-styles.com